Corona-BlogOut

Unsere lange Blogpause spiegelt, was uns alle in aktuellen Zeiten umtreibt: Der feste Griff der Pandemie hat auch unser politisches Engagement auf ein Minimum reduziert. Denn frühe Bildung findet seit vielen Wochen nun vor allem in den eigenen vier Wänden statt. Aber nicht nur Schulen und Kitas haben geschlossen. Auch Spielplätze, Bibliotheken, Schwimmbäder… „Alles wegen der doofen Krankheit“ – das Mantra der Zweijährigen ist tief verankert.

Sobald wir wieder etwas mehr Kapazitäten haben, werden wir auch wieder ausführlicher berichten. Bis dahin, bleibt gesund!

Die frühe Bildung auf dem Lpt2019

Die Anträge des AK Buntstifte zu der Höhergruppierung von Erzieher*innen, der verbindlichen Festsetzung der Zeiten für die mittelbare pädagogische Arbeit (mpA) in Kindertageseinrichtungen, der konsequenten Durchsetzung der Sprachförderung und der Finanzierung der Ausbildung durch Bafög auch während der Praktika sind in den Landesparteitag eingegangen.

Der Antrag zur Finanzierung der Praktika wurde in unserer Version angenommen. Die sozialdemokratischen Mitglieder des Abgeordnetenhauses und des Senats sowie die SPD-Bundestagsfraktion sind aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass angehende Erzieherinnen und Erzieher auch in Praktikumsphasen ihrer Ausbildung eine finanzielle und auskömmliche Vergütung ihrer praktischen Tätigkeit erhalten.

Unser Antrag zur mittelbaren pädagogischen Arbeit wurde an den Fachausschuss IV – Kinder Jugend Familie überwiesen.

Für die Höhergruppierung der Erzieher*innen in mindestens die Entgeltstufe 11 kämpfen wir weiter. Auf dem Parteitag wurde zunächst die Aufforderung, die Bezahlung an den Tarifvertrag des Bundes (TvöD SuE) anzugleichen, beschlossen.

Die Sprachförderung von Kita-Kindern konsequent durchzusetzen war ein Anliegen mehrerer Initiativen. Ähnliche Anträge kamen aus Friedrichshain-Kreuzberg und dem AfB + FA Stadt des Wissens und wurden beschlossen.  

Über weitere und anschließende Anträge diskutieren wir bei unseren nächsten Treffen. Kommt vorbei und bringt euch ein!

SPD Berlin setzt sich für konsequente Sprachförderung für Kinder ein

Auf dem Landesparteitag wurde unser Anliegen zur konsequenten Sprachförderung gemeinsam mit einem ähnlichen Antrag aus der KDV Friedrichshain-Kreuzberg angenommen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ist damit aufgefordert zusammen mit den zuständigen Jugend- und Schulämtern die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb der Vorschulkinder durch geeignete Maßnahmen zu verbessern. Es soll sichergestellt werden, dass alle Berliner Kinder zwei Jahre vor der Einschulung an dem qualifizierten Sprachtest in der Kita oder an einem Deutsch-4-Test für Nicht-Kita-Kinder teilnehmen. Wird ein Sprachförderbedarf festgestellt müssen Schul- und Jugendamt zeitnah und ressortübergreifend miteinander arbeiten und sicherstellen, dass zeitnah ein Kitaplatz oder ein Platz in einem Deutschkurs angeboten werden kann. Dazu müssen Senat und Bezirke genügend Kita-Plätze für Kinder mit erhöhtem Sprachförderbedarf schaffen und entsprechend geschulte Fachkräfte einsetzen.

Jedes Kind muss die Chance haben, ohne große Sprachdefizite in die Grundschule zu kommen. Daher werden wir die Umsetzung des Gesetzes zur Sprachförderung weiterhin beobachten und darüber informieren.

Rathaus Schöneberg

Heiß diskutiert!

Die Kreisdelegiertenversammlung am 19.02.2019 der SPD Tempelhof-Schöneberg stand gefühlt unter dem Motto „Die Besten für die Kleinsten“. Unsere Anträge wurden heiß diskutiert und leidenschaftlich unterstützt. Vielen Dank an alle Delegierten!

Die Forderungen nach mehr Zeit für die Vor-und Nachbereitung des Bildungsauftrages von Erzieher*innen, die Durchsetzung der Sprachförderung, sowie die lückenlose Bezahlung von Erzieher*innen während der Ausbildung gehen am 30.03 in den Landesparteitag ein.

An der höheren Wertschätzung des Berufs, durch die Eingruppierung in eine Gehaltsstufe, die der Ausbildung und den Anforderungen des Berufs entspricht, arbeiten wir weiter!

Wir freuen uns darauf, die Diskussionen mit Euch weiterzuführen. Meldet Euch und kommt vorbei!

DIW-Chef Fratzscher spricht über eine Kitapflicht- auch uns beschäftigt das Thema

Eine neue Studie des DIW Berlin zeigt, dass mehr als 100.000 der Kinder über drei Jahren zurzeit nicht in die Kita gehen. Dies betrifft zwar Kinder aus allen gesellschaftlichen Gruppen, häufig aber Kinder aus benachteiligten Familien. Diesen Kindern würde der Besuch einer Kita besonders helfen. Die Frage, ob eine Kitapflicht eine Lösung ist, wird kontrovers diskutiert. Juristische Hürden, eine geringe Zielgenauigkeit sowie Fragwürdigkeit aus pädagogischer Perspektive sprechen dagegen. Dennoch wirft Fratzscher in seiner Kolumne die Frage auf, ob es uns als Gesellschaft gelingen kann, ohne eine Kitapflicht allen Kinder die Chance zu geben, ihre Talente und Fähigkeiten voll zu entwickeln und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Das Thema Kitapflicht beschäftigt uns auch im AK. In Berlin gibt es eine Kitapflicht im letzten Kitajahr für Kinder mit fehlenden Deutschkenntnissen. Dennoch gibt es etwa 3000 Kinder in Berlin, die trotz Pflicht keine Kitabesuchen. Mit unserem Antrag Sprachförderung konsequent durchsetzten! fordern die Senatsverwaltung daher auf, hier Verantwortung zu übernehmen und diese Pflicht durchzusetzen.

Anträge in der MV der SPD Schöneberg angenommen

Die vier Anträge aus dem AK Buntstifte wurden auf der Mitgliederversammlung der Abteilung Schöneberg von den Genossinnen und Genossen mit nur wenigen Enthaltungen angenommen! Am 19.2 geht es auf der Kreisdelegiertenversammlung Tempelhof-Schöneberg weiter. Wir freuen uns auf deine Unterstützung. Wenn du die Anträge mit uns diskutieren magst oder eigene Ideen hast, melde dich und mache mit!